Für den Touristen

Freiheitsroute

Jastrzębie-Zdrój ist eine Stadt, in der die Freiheit geboren wurde. Hier wurde am 3. September 1980 nach stundenlangen Verhandlungen das Jastrzębski-Abkommen unterzeichnet, das zum "i-Tüpfelchen" der August-Abkommen wurde. Auf der Freiheitsroute, die an 11 Punkten der Stadt vorbeiführt und ihre Geschichte und ihren Charakter zeigt, können Sie die Atmosphäre jener Tage nachempfinden.

- Jastrzębie-Zdrój, eine 1963 in der sozialistischen Ära der Volksrepublik Polen gegründete Stadt, sollte eine neue Stadt werden. Sie war neu, weil sie von Grund auf neu gebaut wurde, aber sie schuf auch den Mann des Arbeiters und Bergmanns, der sich der Macht des Volkes verschrieben hatte. Wer konnte damals, in den 1960er Jahren, ahnen, dass es die Bergarbeiter - Neuankömmlinge aus fast allen Teilen Polens - sein würden, die sich hier ihren Weg in die Freiheit bahnen würden, dass sie den sprichwörtlichen Nagel in den Sarg des kommunistischen Systems schlagen würden, dessen Erbauer und Hüter sie sein sollten. Auf diese Weise haben die Bergleute von Jastrzębie nicht nur der Geschichte Polens, sondern auch der Geschichte Europas ihren Stempel aufgedrückt. Wir können ohne Übertreibung sagen, dass die Veränderungen, die das Gesicht des Landes veränderten, auch in unserer Stadt begannen

- heißt es in der Beschreibung der Route..

Das Konzept für die Route wurde in einem bundesweiten Wettbewerb ausgewählt. Ihre Autorin ist Katarzyna Barczyńska-Łukasik. Die "Freiheitsroute" wird das Denkmal für das Jastrzębski-Abkommen, den Kurpark, die Kirche "auf dem Hügel" und die Bäder der ehemaligen Kohlengrube Moszczenica (wo sich das Institut für Kulturerbe und Dialog befindet) umfassen. Die so geplante Route ist nicht nur mit den wichtigsten Ereignissen auf der historischen Landkarte von Jastrzębie verbunden, sondern auch mit Erinnerungen, an die sich viele Einwohner mit Nostalgie erinnern - zum Beispiel an die Schlangenkomitees, die sich vor Supersam bildeten, oder an den Bau von Wohnblocks in der Siedlung III.

- Jastrzębie-Zdrój steht auch für das Alltägliche des Lebens. Die Einwohner trafen sich in Warteschlangen vor Geschäften, auf dem Markt, in den wenigen, aber überfüllten Lokalen oder Bars. Die Eröffnung eines echten Friseursalons oder einer Konditorei war eine Abwechslung zur grauen kommunistischen Realität. Neben den großen politischen Durchbrüchen ging das Leben hier in seinem eigenen Rhythmus weiter. Die Menschen gründeten Familien. Weitere Generationen der Jastrzębie-Einwohner kamen auf die Welt. So ist eine hier verwurzelte Gemeinschaft entstanden

- sagt Katarzyna Barczyńska-Łukasik.

Katarzyna Barczyńska-Łukasik hat all diese Geschichten akribisch aufgezeichnet und in der besagten Route beschrieben, um sie sowohl den Einwohnern von Jastrzębie als auch Menschen von außerhalb so nahe wie möglich zu bringen.
Auf Grundlage der von Katarzyna Barczyńska-Łukasik entwickelten Route ist die Veröffentlichung eines Leitfadens in Form eines Audioguides geplant.